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Blockchain Research #5

Privacy-Preserving Smart Parking System Using Blockchain and Private Information Retrieval

Autoren: Wesam Al Amiri, Mohamed Baza, Karim Banawan, Mohamed Mahmoud, Waleed Alasmary, Kemal Akkaya

Veröffentlicht: 25 Mai, 2019

Link: https://arxiv.org/pdf/1904.09703 Abstrakt [*]:

Die Suche nach freien Parkplätzen ist ein großes Problem für Fahrer in Großstädten, das zu Verkehrsstaus und Luftverschmutzung führt und die Zeit der Fahrer verschwendet. Intelligente Parksysteme ermöglichen es den Fahrern, Parkinformationen und Parkplätze in Echtzeit abzurufen. Aktuelle Smart Parking-Systeme verlangen jedoch, dass die Fahrer ihre sensiblen Informationen, wie z.B. ihr Wunschziel, offenlegen. Darüber hinaus sind die bestehenden Systeme zentralisiert, was sie anfällig für Flaschenhälse und Single Point of Failure-Probleme sowie Datenschutzverletzungen durch Dienstanbieter macht. In diesem Paper schlagen wir ein privaterhaltendes intelligentes Parksystem mit Blockchain und "Private Information Retrieval" vor. [...] Darüber hinaus wird eine kurze, zufällige Signatur verwendet, die es den Fahrern ermöglicht, sich für die Reservierung verfügbarer Parkplätze von Parkplatzbesitzern anonym zu authentifizieren. Unsere Bewertungen zeigen, dass unser vorgeschlagenes System die Privatsphäre der Fahrer mit geringen Kommunikations- und Rechenkosten schützt.

Meinung:

"Own your data and identity" ist das Motto der Stunde, wenn es um Blockchains und deren praktische Anwendung geht. Blockchains, wie Bitcoin, sind viel mehr als nur eine Möglichkeit der digitalen Bezahlung von Inhalten und Waren. Sie bieten dank ihrer kryptografischen Grundlage, eine Möglichkeit an, wie ein Nutzer die Hoheit über seine digitale Identität behält. Das Paper bietet dabei einen Ausblick, wie jene digitale Identität in der Praxis genutzt werden kann, ohne dabei die Gefahr von zentraler Datenhaltung eingehen zu müssen. Ein komplettes Paper auf Basis eines Beispiels zu veröffentlichen mag gewagt erscheinen, denn gerade im angebrachten Beispiel der Parkplatzsuche, ist die Umsetzung nur als mangelhaft zu bezeichnen. Der beschriebene Prozess ist nicht durchdacht und auch nicht anwendbar. Trotzdem werden in der Einleitung des Papers sehr gute Quellen verwendet, welche beschreiben, wie eine digitale Identität funktioniert und wie sich solche eine Identität gegenüber Dritt-Systemen authentifizieren kann.


Workflow Management on BFT Blockchains

Autoren: Joerg Evermann, Henry Kim

Veröffentlicht: 29 Mai, 2019

Link: https://arxiv.org/pdf/1905.12652.pdf Abstrakt [*]:

Die Blockchain-Technologie wurde als neue Infrastrukturtechnologie für eine Vielzahl neuer Anwendungen vorgeschlagen. Blockchains bieten eine unveränderliche Aufzeichnung von Transaktionen, die sie nützlich macht, wenn Wirtschaftsakteure einander nicht vertrauen. Aufgrund ihrer verteilten Natur eignen sie sich für organisationsübergreifende Anwendungen. Proof-of-Work-basierte Blockchains sind jedoch rechenintensiv und bieten keinen endgültigen Konsens, obwohl sie sich gut für große Netzwerke eignen. Im Gegensatz dazu sind Blockchains, die auf Basis von Byzantine Fault Tolerance (BFT)-Algorithmen aufgebaut sind, effizienter und bieten einen sofortigen und endgültigen Konsens, skalieren aber nicht gut in große Netzwerke. Wir argumentieren, dass sie dadurch gut für Workflow-Management-Anwendungen geeignet sind, die in der Regel nicht mehr als ein paar Dutzend Teilnehmer umfassen, aber einen endgültigen Konsens erfordern. In diesem Beitrag werden architektonische Möglichkeiten diskutiert und eine prototypische Implementierung eines BFT-Blockchain-basierten Workflow-Management-Systems (WfMS) vorgestellt.

Meinung:

Workflows bestimmten den Arbeitsalltag in den meisten Bereichen der globalisierten Wirtschaft. Strukturierte Abläufe sind die Grundvoraussetzung für effektive Geschäftsbeziehungen. Da kaum ein Geschäftszweig ohne weitere Drittparteien auskommt, bietet sich die Blockchain-Technologie als Engine für Workflows sehr an. Der der Konsens einer Blockchain verschieden implementiert sein kann, sind auch die Vor- und Nachteile hier sehr unterschiedlich. Die grössten Blockchains, wie Bitcoin oder Ethereum, werden in den Paper auf ihre Tragfähigkeit für Workflow-Engines untersucht. Gerade per Smart-Contracts ausgeführte Prozesse werden genauer Beleuchtet. Erfrischend ist bei dem Paper der Versuch, einen neuen Weg vorzustellen, welcher die Nachteile von Smart-Contracts auf Ethereum beseitigen soll. Die Vorgehensweise ist hier klar beschrieben und die Implementierungsdetails wirken sehr solide. Auch die kritische Betrachtung der Lösung fehlt nicht. Ob Sich jedoch Workflow-Engines alsbald in produktive Systeme umsetzen lassen, welche eine wirkliche Dezentralisierung anbieten, ist bisher kaum ersichtlich. Dafür scheint die Blockchain-Technologie noch nicht ausgereift genug zu sein.

[*] Übersetzt von zerna.io

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